Monatsrückblick April 2016

Rollout

Am 29.04. erlebten wir den ersten Höhepunkt dieser Saison. Beim Rollout im Audimax 1 der TUHH präsentierten wir den egn16 zum ersten Mal feierlich der Öffentlichkeit! Dazu erschienen mehr als 400 Gäste und bestaunten das Werk unseres Teams. Die Studierenden von e-gnition hatten den April über hart am Zusammenbau des Wagens gearbeitet und ihn rechtzeitig zur Show im Audimax unter dem berühmt-berüchtigten Tuch ausgestellt.

Bei Formula Student Teams gilt der Monat vor dem Rollout generell als arbeitsreichster; bei dem Nerven und Material gleichermaßen auf die Probe gestellt werden. Unsere Nerven haben gehalten, ob das Material hält, berichten wir in den nächsten Wochen der nun anbrechenden Testphase.

Sommerteam

Voller Fokus auf die Events

Mit Begehen des Rollouts und Abschluss der ersten Hälfte der Fertigungsphase läuft das Team e-gnition in die letzte Hälfte des Jahres ein. Hier wird es spannend. Neben der fieberhaften Vorbereitung auf die wichtigen Events im Sommer laufen auch die letzten Vorbereitungen am Wagen vor Beginn der Testphase. Diesen neuen Arbeitsschwerpunkten wollen wir mit einer Umschichtung im Team begegnen.

Wo bisher die Teamstruktur stark nach den konstruktiven Abschnitten des Wagens gegliedert war, teilen wir das Team nun grob in drei Abschnitte ein. Während die eine Gruppe das Testen des Wagens und die technische Betreuung durchführt, führt die zweite Abteilung die Marketing- und Kommunikationsaufgaben des Teams weiter. Die dritte Gruppe arbeitet ausschließlich an der Vorbereitung auf die Events. Das schließt vor allem das Erarbeiten der Inhalte für die so genannten „Static Events“ ein.

Dieser Teil der Formula Student widmet sich nicht dem fahrenden Auto, sondern den inhaltlichen Zusammenhängen hinter dem Projekt. So wird zu Beispiel im Business Plan ein Verkaufsmodell für das gebaute Fahrzeug vorgestellt und im Cost Report geht es um die Analyse der aufgewandten Kosten.

Die Königsdisziplin stellt jedoch die Design Presentation dar. Hier werden die Teammitglieder von erfahrenen Ingenieuren zu den theoretischen Details hinter dem eignen Fahrzeug geprüft. Kann man mit etwas Geschick konzeptionelle Fehler auf der Rennstrecke kaschieren, muss hier jeder Gedankengang bei der Planung und Umsetzung genau erklärt und belegt werden. Das Team mit dem schlüssigsten Konzept und dem besten Verständnis für das System erhält die meisten Punkte!
Der egn15 beim Design Report in Hockenheim. Hier werden alle technischen Lösungen detailliert präsentiert und von erfahrenen Ingenieuren bewertet

Elektronikteststand

Der Elektronik Teststand mit Drehmomentmesswelle

Der Bau eines Rennwagens ist nur der halbe Weg zum Erfolg. Die andere Hälfte liegt im genauen Testen und Einstellen der einzelnen Komponenten vom Reifendruck bis zur Software.

Je mehr Zeit in diesen Prozess fließt, desto verlässlicher und effizienter ist das Auto auf der Rennstrecke. Deshalb wird die Testphase auch als wichtigster Abschnitt der Saison beschrieben.

Das Testen des kompletten Fahrzeuges auf der Strecke ist jedoch ein sehr aufwändiger Prozess, der zudem erst anfangen kann, wenn das komplette Fahrzeug fertig gebaut ist. Um die Zeit für das Testen der einzelnen Komponenten unabhängig vom Rest des Fahrzeuges zu verlängern, entwickeln wir deshalb spezifische Teststände für z.B. die Motoren.

Dieses Jahr haben wir zum ersten Mal einen ausführlichen Teststand für alle elektronischen Komponenten im Fahrzeug entwickelt, sodass wir vom Gaspedal bis zum Motor alle Komponenten zusammenspielen lassen können. Das ermöglicht uns, unter Laborbedingungen viele kritische Komponenten im Fahrzeug zu optimieren, ohne das gesamte Fahrzeug auf der Rennstrecke bewegen zu müssen. Sobald wir dann die Strecke betreten, können wir auf den gewonnenen Erfahrungen des Teststandes aufbauen und sparen Zeit und Energie!

Neuer First-Class Sponsor

Besonders aufmerksamen Leser ist auf dem egn Familienfoto eventuell schon ein neues Sponsorenlogo auf dem Heckflügel des egn16 aufgefallen. Im April konnten wir den Vertrag mit unserem neuen First-Class Sponsor unterschreiben. Vorangegangen waren mehrere Treffen bei denen ein interessanter Austausch stattgefunden hat. Am 12. April wurde das Team zur Werksbesichtigung nach Norderstedt eingeladen. Hierbei haben wir viele interessante Eindrücke gewinnen können. Wir hoffen auf eine lange und gute Zusammenarbeit!

Natürlich Danken wir auch allen anderen Sponsoren, die uns teilweise schon sehr langjährig und tatkräftig unterstützen.
e-gnition zu Gast bei Jungheinrich